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Insektenschutz

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Insekten bilden - mit einem Anteil von etwa 70 Prozent - die artenreichste Klasse der Tiere. Durch ihre zahlreichen wichtigen „Funktionen“, wie beispielsweise die Bestäubung von Pflanzen, spielen sie eine unersetzliche Rolle für die Aufrechterhaltung unseres Ökosystems.

Seit Jahrzehnten geht jedoch sowohl die Anzahl als auch die Vielfalt an Insektenarten massiv zurück – auch in Brandenburg. Dies bestätigte zuletzt im Jahr 2017 eine Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, die aufgrund ihrer Ergebnisse weltweit für Schlagzeilen sorgte. Demnach hat über einen Zeitraum von 27 Jahren hinweg die Insekten-Biomasse an über 60 beprobten Standorten um durchschnittlich 75 Prozent abgenommen. Es besteht somit konkreter Handlungsbedarf, um aktiv und zügig dem Insektensterben gegen zu steuern.

Auftakt für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz in Brandenburg“

Die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern und damit die Bestände sowie die Vielfalt wieder zu vergrößern ist eine komplexe Aufgabe mit vielen Einflussfaktoren und möglichen Handlungsansätzen. Neben der Politik und Verwaltung sind hierbei auch Landnutzer sowie Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Land als Handlungsakteure gefordert.

Kurz: Insektenschutz geht alle an!

Aus diesem Anlass hatte Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger am 25. März 2019 Wissenschaftler, Vertreter der kommunalen Verbände, Landnutzer- und Umweltverbände nach Potsdam zum „Insektengipfel“ geladen.

Im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung zu einem Dialogprozess, bildeten sich aus dem Teilnehmerkreis drei Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten:

AG 1 (29 Teilnehmer aus 22 Organisationen):

Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern, Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mindern, Einträge von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässern reduzieren

AG 2 (33 Teilnehmer aus 22 Organisationen):

Lebensräume für Insekten in anderen Landschaftsbereichen (außerhalb der Agrarlandschaft) widerherstellen und vernetzen, Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten stärken, Lichtverschmutzung reduzieren, Engagement der Gesellschaft befördern

AG 3 (25 Teilnehmer aus 19 Organisationen):

Forschung vertiefen, Wissen vermehren, Lücken schließen, Finanzierung verbessern, Anreize schaffen

Die drei Arbeitsgruppen entwickeln bis zum Jahresende erste Handlungsempfehlungen, welche in ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ münden. Als wissenschaftlicher Lead-Partner stellt sich das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. Müncheberg zur Verfügung. Die Experten sind auf entomologische Fragestellungen spezialisiert und setzen bereits Projekte im Insektenschutz um.

Vorträge der Referenten des Insektengipfels am 25. März 2019:

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Tendenzen der Entwicklung der Insektenvielfalt in Brandenburg
    Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut Müncheberg
  • Insekten in der Kulturlandschaft – Stand und Handlungsbedarf
    Gregor Beyer, Geschäftsführer Forum Natur
  • Mit welchen Maßnahmen ließe sich effektiv und relativ schnell der Insektenschutz in Brandenburg verbessern?
    Dr. Hartmut Kretschmer, Naturschutzbund (NABU) Brandenburg
  • Städte und Gemeinden - Lebensraum für Insekten
    Jens Graf, Geschäftsführer Städte-und Gemeindebund Brandenburg (StGB)
  • Vorstellung des Konzeptes des MLUL zur Organisation eines Dialogprozesses
    Dr. Frank Reichel, Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL), Abteilungsleiter Naturschutz

Insekten bilden - mit einem Anteil von etwa 70 Prozent - die artenreichste Klasse der Tiere. Durch ihre zahlreichen wichtigen „Funktionen“, wie beispielsweise die Bestäubung von Pflanzen, spielen sie eine unersetzliche Rolle für die Aufrechterhaltung unseres Ökosystems.

Seit Jahrzehnten geht jedoch sowohl die Anzahl als auch die Vielfalt an Insektenarten massiv zurück – auch in Brandenburg. Dies bestätigte zuletzt im Jahr 2017 eine Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, die aufgrund ihrer Ergebnisse weltweit für Schlagzeilen sorgte. Demnach hat über einen Zeitraum von 27 Jahren hinweg die Insekten-Biomasse an über 60 beprobten Standorten um durchschnittlich 75 Prozent abgenommen. Es besteht somit konkreter Handlungsbedarf, um aktiv und zügig dem Insektensterben gegen zu steuern.

Auftakt für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz in Brandenburg“

Die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern und damit die Bestände sowie die Vielfalt wieder zu vergrößern ist eine komplexe Aufgabe mit vielen Einflussfaktoren und möglichen Handlungsansätzen. Neben der Politik und Verwaltung sind hierbei auch Landnutzer sowie Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Land als Handlungsakteure gefordert.

Kurz: Insektenschutz geht alle an!

Aus diesem Anlass hatte Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger am 25. März 2019 Wissenschaftler, Vertreter der kommunalen Verbände, Landnutzer- und Umweltverbände nach Potsdam zum „Insektengipfel“ geladen.

Im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung zu einem Dialogprozess, bildeten sich aus dem Teilnehmerkreis drei Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten:

AG 1 (29 Teilnehmer aus 22 Organisationen):

Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern, Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mindern, Einträge von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässern reduzieren

AG 2 (33 Teilnehmer aus 22 Organisationen):

Lebensräume für Insekten in anderen Landschaftsbereichen (außerhalb der Agrarlandschaft) widerherstellen und vernetzen, Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten stärken, Lichtverschmutzung reduzieren, Engagement der Gesellschaft befördern

AG 3 (25 Teilnehmer aus 19 Organisationen):

Forschung vertiefen, Wissen vermehren, Lücken schließen, Finanzierung verbessern, Anreize schaffen

Die drei Arbeitsgruppen entwickeln bis zum Jahresende erste Handlungsempfehlungen, welche in ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ münden. Als wissenschaftlicher Lead-Partner stellt sich das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. Müncheberg zur Verfügung. Die Experten sind auf entomologische Fragestellungen spezialisiert und setzen bereits Projekte im Insektenschutz um.

Vorträge der Referenten des Insektengipfels am 25. März 2019:

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Tendenzen der Entwicklung der Insektenvielfalt in Brandenburg
    Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut Müncheberg
  • Insekten in der Kulturlandschaft – Stand und Handlungsbedarf
    Gregor Beyer, Geschäftsführer Forum Natur
  • Mit welchen Maßnahmen ließe sich effektiv und relativ schnell der Insektenschutz in Brandenburg verbessern?
    Dr. Hartmut Kretschmer, Naturschutzbund (NABU) Brandenburg
  • Städte und Gemeinden - Lebensraum für Insekten
    Jens Graf, Geschäftsführer Städte-und Gemeindebund Brandenburg (StGB)
  • Vorstellung des Konzeptes des MLUL zur Organisation eines Dialogprozesses
    Dr. Frank Reichel, Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL), Abteilungsleiter Naturschutz
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Allgemeine Informationen aus dem Bereich Naturschutz

Kontakt

Abteilung 4 - Naturschutz
Abteilung:
Referat 42
Ansprechpartner:
Andreas Piela
E-Mail:
andreas.piela@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7562
Abteilung 4 - Naturschutz
Abteilung:
Referat 42
Ansprechpartner:
Melanie Vogel
E-Mail:
melanie.vogel@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7193