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Natur- und Landschaftsschutzgebiete

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Naturschutzgebiet (NSG)

Ein Naturschutzgebiet ist ein Landschaftsbereich für den ein besonderer Schutz von Tieren und Pflanzen und deren Lebensräumen nötig ist. Es handelt sich um ein gesetzlich festgesetztes Gebiet, das der Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten dient, aus ökologischen Gründen oder wegen der Seltenheit oder seiner herausragenden Schönheit ausgewiesen wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind in Naturschutzgebieten bestimmte Einschränkung für die Allgemeinheit und Landnutzer nötig. So kann beispielsweise die Erholungsnutzung geregelt werden (zum Beispiel das Wegegebot) oder es sind Maßgaben zur land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung erforderlich.

Für Einschränkungen der landwirtschaftlichen Nutzung bietet das Land Brandenburg Ausgleichszahlungen an.

Teile von Naturschutzgebieten können als Naturentwicklungsgebiet aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen werden.

NSG tragen vielfach auch zur Sicherung von FFH-Gebieten bei.

Landschaftsschutzgebiet (LSG)

Landschaftsschutzgebiete sind rechtlich festgesetzte Gebiete, die der Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit von Natur und Landschaft, der Erhaltung des Naturhaushaltes sowie dem Schutz oder der Pflege von Landschaften, dem Erhalt der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes oder ihrer Bedeutung für eine naturnahe Erholung dienen. Sie können auch den Schutz von Lebensstätten und Lebensräumen wild lebender Tier- und Pflanzenarten umfassen.

Die Verordnung zu einem LSG enthält Verbote und Genehmigungsvorbehalte, die den Landschaftsraum vor Schädigung beispielsweise durch Baumaßnahmen oder Infrastrukturmaßnahmen schützen. Die Landnutzung bleibt in der bisherigen Form in der Regel weiterhin möglich. Auch Bauleitplanung ist im LSG grundsätzlich möglich. Steht der Inhalt eines Bauleitplans jedoch im Widerspruch zu den Regelungen einer LSG-VO, so ist er unwirksam. Widersprechen geplante bauliche oder sonstige Nutzungen dem Schutzzweck des betroffenen LSG, kann der Verordnungsgeber jedoch in Ausnahmefällen den Darstellungen oder Festsetzungen eines Bauleitplans zustimmen. Die Zustimmung hat zur Folge, dass auf den entsprechenden Flächen die den geplanten Nutzungen entgegenstehenden Regelungen der LSG-VO nicht mehr gelten.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen zur Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten ergeben sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und dem Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetz (BbgNatSchAG).

Die Verordnungen zu Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten werden im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht.

Sie können größtenteils über die Listen der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete oder dem Brandenburgischen Vorschriftensystem (BRAVORS) des Ministeriums der Justiz unter dem Fundstellennachweis - Sachgebietliche Suche - Sachgebiet "791 Naturschutz und Landschaftspflege" gefunden werden.

Einige Schutzgebiete stammen bereits aus der DDR-Zeit und wurden durch Paragraph 42 des Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetzes in geltendes Recht übergeleitet.

Derzeit werden 11 Verfahren zur Ausweisung von Naturschutzgebieten geführt. Bei 4 der Naturschutzgebietsverfahren handelt es sich um die Überarbeitung bestehender Gebiete.

Natur und Landschaftsschutzgebiete in Brandenburg
(Stand: 30. September 2016)
Anzahl Fläche (in Hektar) Anteil der Landesfläche
NSG 467 237.232 8,0 %
LSG 110 1.006.083 33,9 %

Statistik zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten in Brandenburg

Naturschutzgebiet (NSG)

Ein Naturschutzgebiet ist ein Landschaftsbereich für den ein besonderer Schutz von Tieren und Pflanzen und deren Lebensräumen nötig ist. Es handelt sich um ein gesetzlich festgesetztes Gebiet, das der Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten dient, aus ökologischen Gründen oder wegen der Seltenheit oder seiner herausragenden Schönheit ausgewiesen wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind in Naturschutzgebieten bestimmte Einschränkung für die Allgemeinheit und Landnutzer nötig. So kann beispielsweise die Erholungsnutzung geregelt werden (zum Beispiel das Wegegebot) oder es sind Maßgaben zur land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung erforderlich.

Für Einschränkungen der landwirtschaftlichen Nutzung bietet das Land Brandenburg Ausgleichszahlungen an.

Teile von Naturschutzgebieten können als Naturentwicklungsgebiet aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen werden.

NSG tragen vielfach auch zur Sicherung von FFH-Gebieten bei.

Landschaftsschutzgebiet (LSG)

Landschaftsschutzgebiete sind rechtlich festgesetzte Gebiete, die der Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit von Natur und Landschaft, der Erhaltung des Naturhaushaltes sowie dem Schutz oder der Pflege von Landschaften, dem Erhalt der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes oder ihrer Bedeutung für eine naturnahe Erholung dienen. Sie können auch den Schutz von Lebensstätten und Lebensräumen wild lebender Tier- und Pflanzenarten umfassen.

Die Verordnung zu einem LSG enthält Verbote und Genehmigungsvorbehalte, die den Landschaftsraum vor Schädigung beispielsweise durch Baumaßnahmen oder Infrastrukturmaßnahmen schützen. Die Landnutzung bleibt in der bisherigen Form in der Regel weiterhin möglich. Auch Bauleitplanung ist im LSG grundsätzlich möglich. Steht der Inhalt eines Bauleitplans jedoch im Widerspruch zu den Regelungen einer LSG-VO, so ist er unwirksam. Widersprechen geplante bauliche oder sonstige Nutzungen dem Schutzzweck des betroffenen LSG, kann der Verordnungsgeber jedoch in Ausnahmefällen den Darstellungen oder Festsetzungen eines Bauleitplans zustimmen. Die Zustimmung hat zur Folge, dass auf den entsprechenden Flächen die den geplanten Nutzungen entgegenstehenden Regelungen der LSG-VO nicht mehr gelten.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen zur Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten ergeben sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und dem Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetz (BbgNatSchAG).

Die Verordnungen zu Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten werden im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht.

Sie können größtenteils über die Listen der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete oder dem Brandenburgischen Vorschriftensystem (BRAVORS) des Ministeriums der Justiz unter dem Fundstellennachweis - Sachgebietliche Suche - Sachgebiet "791 Naturschutz und Landschaftspflege" gefunden werden.

Einige Schutzgebiete stammen bereits aus der DDR-Zeit und wurden durch Paragraph 42 des Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetzes in geltendes Recht übergeleitet.

Derzeit werden 11 Verfahren zur Ausweisung von Naturschutzgebieten geführt. Bei 4 der Naturschutzgebietsverfahren handelt es sich um die Überarbeitung bestehender Gebiete.

Natur und Landschaftsschutzgebiete in Brandenburg
(Stand: 30. September 2016)
Anzahl Fläche (in Hektar) Anteil der Landesfläche
NSG 467 237.232 8,0 %
LSG 110 1.006.083 33,9 %

Statistik zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten in Brandenburg

Weiterführende Informationen

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Naturschutz
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Naturschutz

Kontakt

Abteilung 4 - Naturschutz
Abteilung:
Stabsstelle Umsetzung FFH-Richtlinie
Ansprechpartner:
Birgit Walden
E-Mail:
birgit.walden@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7187