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Nationales Hochwasserschutzprogramm

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Projekte/Maßnahmen an Elbe und Oder im Land Brandenburg

Nach den verheerenden Hochwassern im Juni 2013 im Elbe- und Donaugebiet haben die Umweltminister von Bund und Ländern auf einer Sondersitzung am 2. September 2013 die Erarbeitung eines Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP), vorrangig zur Gewinnung zusätzlicher Hochwasser-Rückhalteräume, beschlossen. Parallel zur Erarbeitung des Programmvorschlages zur Verbesserung des präventiven Hochwasserschutzes erfolgte

  • eine Überprüfung der Bemessungsgrundlagen für Hochwasserschutzanlagen, 
  • die Verbesserung der Hochwasservorhersage, 
  • die Prüfung von Optimierungsmöglichkeiten von Genehmigungsverfahren und Baumaßnahmen für die Hochwasservorsorge und 
  • die Erarbeitung von Vorschlägen für eine größere Verbreitung von Elementarschadensversicherungen.

Das NHWSP enthält eine Aufstellung überregional und damit auch über die Bundeslandgrenze hinaus wirksamer, vordringlicher Hochwasserschutzmaßnahmen in den Flusseinzugsgebieten von Elbe, Donau, Oder, Rhein und Weser in den drei Kategorien Deichrückverlegung (DRV), gesteuerter Hochwasserrückhalt und Beseitigung von Schwachstellen. Insgesamt sind 29 Projekte zur Deichrückverlegung, 57 Maßnahmen zur gesteuerten Hochwasserrückhaltung und 16 Projekte zur Beseitigung von Schwachstellen an bestehenden Hochwasserschutzanlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,4 Milliarden Euro bis 2027 in das Programm eingegangen. Im Ergebnis sollen 1.180 Millionen Kubikmeter Retentionsvolumen geschaffen werden sowie durch Deichrückverlegungen rund 20.000 Hektar Überflutungsfläche entstehen. Mit dem NHWSP soll die Umsetzung von Maßnahmen mit überregionaler Bedeutung ermöglicht und beschleunigt werden. Das Programm wurde auf der Umweltministerkonferenz in Heidelberg am 24. Oktober 2014 beschlossen. 

Mit der Umsetzung der Projekte und Maßnahmen des NHWSP wurde im Jahr 2015 begonnen. Für die Folgejahre werden sich Bund und Länder jährlich auf die umzusetzenden Maßnahmen verständigen.

Zur Finanzierung wurde ein Sonderrahmenplan "Präventiver Hochwasserschutz" (SRP) im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) aufgelegt. Die Kategorie "Schwachstellenbeseitigung" wird nicht über den SRP, sondern von den Ländern eigenverantwortlich über die allgemeine GAK zu finanzieren sein. Der Bundesanteil der Förderung beträgt 60 Prozent, der jeweilige Landesanteil 40 Prozent. Für das Jahr 2015 wurden zunächst 20 Millionen Euro veranschlagt. In den kommenden Jahren wird der Bund zusätzliche Mittel für den präventiven Hochwasserschutz in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich bereitstellen.

Das Land Brandenburg hat im Rahmen des NHWSP 9 Projekte in den drei Maßnahmenkategorien angemeldet. Einen Überblick gibt die nachfolgende Karte.

Projekte/Maßnahmen an Elbe und Oder im Land Brandenburg

Nach den verheerenden Hochwassern im Juni 2013 im Elbe- und Donaugebiet haben die Umweltminister von Bund und Ländern auf einer Sondersitzung am 2. September 2013 die Erarbeitung eines Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP), vorrangig zur Gewinnung zusätzlicher Hochwasser-Rückhalteräume, beschlossen. Parallel zur Erarbeitung des Programmvorschlages zur Verbesserung des präventiven Hochwasserschutzes erfolgte

  • eine Überprüfung der Bemessungsgrundlagen für Hochwasserschutzanlagen, 
  • die Verbesserung der Hochwasservorhersage, 
  • die Prüfung von Optimierungsmöglichkeiten von Genehmigungsverfahren und Baumaßnahmen für die Hochwasservorsorge und 
  • die Erarbeitung von Vorschlägen für eine größere Verbreitung von Elementarschadensversicherungen.

Das NHWSP enthält eine Aufstellung überregional und damit auch über die Bundeslandgrenze hinaus wirksamer, vordringlicher Hochwasserschutzmaßnahmen in den Flusseinzugsgebieten von Elbe, Donau, Oder, Rhein und Weser in den drei Kategorien Deichrückverlegung (DRV), gesteuerter Hochwasserrückhalt und Beseitigung von Schwachstellen. Insgesamt sind 29 Projekte zur Deichrückverlegung, 57 Maßnahmen zur gesteuerten Hochwasserrückhaltung und 16 Projekte zur Beseitigung von Schwachstellen an bestehenden Hochwasserschutzanlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,4 Milliarden Euro bis 2027 in das Programm eingegangen. Im Ergebnis sollen 1.180 Millionen Kubikmeter Retentionsvolumen geschaffen werden sowie durch Deichrückverlegungen rund 20.000 Hektar Überflutungsfläche entstehen. Mit dem NHWSP soll die Umsetzung von Maßnahmen mit überregionaler Bedeutung ermöglicht und beschleunigt werden. Das Programm wurde auf der Umweltministerkonferenz in Heidelberg am 24. Oktober 2014 beschlossen. 

Mit der Umsetzung der Projekte und Maßnahmen des NHWSP wurde im Jahr 2015 begonnen. Für die Folgejahre werden sich Bund und Länder jährlich auf die umzusetzenden Maßnahmen verständigen.

Zur Finanzierung wurde ein Sonderrahmenplan "Präventiver Hochwasserschutz" (SRP) im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) aufgelegt. Die Kategorie "Schwachstellenbeseitigung" wird nicht über den SRP, sondern von den Ländern eigenverantwortlich über die allgemeine GAK zu finanzieren sein. Der Bundesanteil der Förderung beträgt 60 Prozent, der jeweilige Landesanteil 40 Prozent. Für das Jahr 2015 wurden zunächst 20 Millionen Euro veranschlagt. In den kommenden Jahren wird der Bund zusätzliche Mittel für den präventiven Hochwasserschutz in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich bereitstellen.

Das Land Brandenburg hat im Rahmen des NHWSP 9 Projekte in den drei Maßnahmenkategorien angemeldet. Einen Überblick gibt die nachfolgende Karte.

Karte Projekte des Nationalen Hochwasserschutzprogramms

Karte Projekte des Nationalen Hochwasserschutzprogramms

  • 1 Flutungspolder Lenzer Wische

    Karte der Flutungspolder Lenzer Wische. Flutungspolder Lenzer Wische

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    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    Retentionsvolumen (bei Vorzugsvariante im Rahmen der Machbarkeitsstudie): cirka 42 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Die im Land Brandenburg umzusetzende Maßnahme kommt ausschließlich den Unterliegern zugute (Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein).

    Ausgangslage: Die Lenzer Wische ist heute durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt und in einen Sommer- und einen Winterpolder unterteilt. Aktuell steht eine Polderfläche von rund 22 Quadratkilometer zur Verfügung. Im Jahr 2011 wurde der Polder erstmals zur Hochwasserentlastung der Löcknitz geflutet.

    Die Lenzer Wische unterlag einst dem natürlichen Flutungsregime der Elbe und der Löcknitz. Die Umverlegung der Löcknitzmündung stromabwärts, die Errichtung eines komplexen Entwässerungssystems und die Schließung der Elbehauptdeiche waren Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Maßnahmen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge. Dadurch wurde die Lenzer Wische als natürlicher Retentionsraum abgekoppelt.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Errichtung eines gesteuerten Flutpolders im Sommerpolder Lenzer Wische zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) der Elbe, u. a. durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie Objektschutzmaßnahmen.

    Stand/weitere Schritte: Der Grundstein wurde mit einer Machbarkeitsstudie gelegt, die am 30. April 2015 in Perleberg öffentlich vorgestellt wurde. Der bereits zur Scheitelkappung der Löcknitz geflutete Polder eignet sich danach auch für eine Scheitelkappung der Elbe. Je nach Ausbaugrad des Polders kann ein Poldervolumen von etwa 19 bis 92  Millionen Kubikmeter erreicht werden. Dadurch könnte der Hochwasserscheitel in der Elbe (bezogen auf das Hochwasser 2013) etwa um 9 bis 32 Zentimeter gekappt werden.

    In der Machbarkeitsstudie wurden die räumliche Ausdehnung, die Auswirkungen auf die Polderfläche und den Elbscheitel sowie die Wechselwirkung mit der Löcknitz anhand von mehreren Szenarien geprüft. Berücksichtigt wurde auch die gleichzeitige Nutzung des Polders zur Entlastung der Löcknitz und der Elbe. Die Studie enthält Szenarien für einzelne Zielwasserstände in Verbindung mit Varianten zur Art der Flutung.

    Im Vorfeld der Vorplanung ist eine hydronumerische Berechnung der Fließvorgänge bei Polderflutung sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung durchzuführen. Daran soll sich ein Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren anschließen. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie dient als Grundlage der Vorplanung mit Festlegung einer Vorzugsvariante.

    Flutungspolder Lenzer Wische
    © Inros Lackner

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    Retentionsvolumen (bei Vorzugsvariante im Rahmen der Machbarkeitsstudie): cirka 42 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Die im Land Brandenburg umzusetzende Maßnahme kommt ausschließlich den Unterliegern zugute (Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein).

    Ausgangslage: Die Lenzer Wische ist heute durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt und in einen Sommer- und einen Winterpolder unterteilt. Aktuell steht eine Polderfläche von rund 22 Quadratkilometer zur Verfügung. Im Jahr 2011 wurde der Polder erstmals zur Hochwasserentlastung der Löcknitz geflutet.

    Die Lenzer Wische unterlag einst dem natürlichen Flutungsregime der Elbe und der Löcknitz. Die Umverlegung der Löcknitzmündung stromabwärts, die Errichtung eines komplexen Entwässerungssystems und die Schließung der Elbehauptdeiche waren Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Maßnahmen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge. Dadurch wurde die Lenzer Wische als natürlicher Retentionsraum abgekoppelt.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Errichtung eines gesteuerten Flutpolders im Sommerpolder Lenzer Wische zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) der Elbe, u. a. durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie Objektschutzmaßnahmen.

    Stand/weitere Schritte: Der Grundstein wurde mit einer Machbarkeitsstudie gelegt, die am 30. April 2015 in Perleberg öffentlich vorgestellt wurde. Der bereits zur Scheitelkappung der Löcknitz geflutete Polder eignet sich danach auch für eine Scheitelkappung der Elbe. Je nach Ausbaugrad des Polders kann ein Poldervolumen von etwa 19 bis 92  Millionen Kubikmeter erreicht werden. Dadurch könnte der Hochwasserscheitel in der Elbe (bezogen auf das Hochwasser 2013) etwa um 9 bis 32 Zentimeter gekappt werden.

    In der Machbarkeitsstudie wurden die räumliche Ausdehnung, die Auswirkungen auf die Polderfläche und den Elbscheitel sowie die Wechselwirkung mit der Löcknitz anhand von mehreren Szenarien geprüft. Berücksichtigt wurde auch die gleichzeitige Nutzung des Polders zur Entlastung der Löcknitz und der Elbe. Die Studie enthält Szenarien für einzelne Zielwasserstände in Verbindung mit Varianten zur Art der Flutung.

    Im Vorfeld der Vorplanung ist eine hydronumerische Berechnung der Fließvorgänge bei Polderflutung sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung durchzuführen. Daran soll sich ein Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren anschließen. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie dient als Grundlage der Vorplanung mit Festlegung einer Vorzugsvariante.

  • 2 Schwachstellenbeseitigung Wittenberge

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    bevorteilte Einwohner / Fläche: cirka 16.000 / 4.700 Hektar
    Maßnahmenkategorie: Schwachstellenbeseitigung

    Ausgangslage: Beim Hochwasser 2013 war das Stadtgebiet Wittenberge besonders gefährdet. In der Ortslage sind die Hochwasserschutzanlagen derzeit noch nicht auf den mit den Anrainerländern abgestimmten Bemessungshochwasserstand am Pegel Wittenberge ausgelegt. Das hat beim Hochwasser 2013 dazu geführt, dass zahlreiche Verbaumaßnahmen an den verschiedensten Stellen im Stadtgebiet durchgeführt werden und eine Evakuierung der Altstadt erfolgen musste. Diese Bereiche sollen im Rahmen der Schwachstellenbeseitigung angepasst werden.

    Inhalt: Das Projekt umfasst die Beseitigung von Fehlhöhen im Bereich der Stadt Wittenberge sowie die Absicherung von Siedlungs- und Industriegebieten im Stadtgebiet. Als beispielhafte Baumaßnahmen sind die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich der Elbstraße Wittenberge sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Bereich des ehemaligen RAW-Geländes und im Industriegebiet Süd zu nennen.

    Stand/weitere Schritte: Derzeit befinden sich die einzelnen Projekte in der Planungs- und Genehmigungsphase. Ein Baubeginn in 2017 wird angestrebt.

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    bevorteilte Einwohner / Fläche: cirka 16.000 / 4.700 Hektar
    Maßnahmenkategorie: Schwachstellenbeseitigung

    Ausgangslage: Beim Hochwasser 2013 war das Stadtgebiet Wittenberge besonders gefährdet. In der Ortslage sind die Hochwasserschutzanlagen derzeit noch nicht auf den mit den Anrainerländern abgestimmten Bemessungshochwasserstand am Pegel Wittenberge ausgelegt. Das hat beim Hochwasser 2013 dazu geführt, dass zahlreiche Verbaumaßnahmen an den verschiedensten Stellen im Stadtgebiet durchgeführt werden und eine Evakuierung der Altstadt erfolgen musste. Diese Bereiche sollen im Rahmen der Schwachstellenbeseitigung angepasst werden.

    Inhalt: Das Projekt umfasst die Beseitigung von Fehlhöhen im Bereich der Stadt Wittenberge sowie die Absicherung von Siedlungs- und Industriegebieten im Stadtgebiet. Als beispielhafte Baumaßnahmen sind die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich der Elbstraße Wittenberge sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Bereich des ehemaligen RAW-Geländes und im Industriegebiet Süd zu nennen.

    Stand/weitere Schritte: Derzeit befinden sich die einzelnen Projekte in der Planungs- und Genehmigungsphase. Ein Baubeginn in 2017 wird angestrebt.

  • 3 Flutungspolder Karthaneniederung

    Kartenausschnitt aus Machbarkeitsstudie. Ausschnitt aus Machbarkeitsstudie

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    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    Retentionsvolumen: bis zu 47 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Angesichts der schwierigen Situation während des Hochwassers 2013 wurde nach Möglichkeiten gesucht, einer potentiellen Gefährdungslage für Wittenberge durch extreme Wasserstände begegnen zu können.

    Die Karthaneniederung im Landkreis Prignitz wurde in den 1980er Jahren von dem natürlichen Flutungsregime der Elbe abgekoppelt. Ziel war eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten. Eine Erhöhung der Elbwasserstände bei mittleren bis seltenen Hochwasserereignissen wurde dabei in Kauf genommen.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Karthaneniederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (größer HW100), unter anderem durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie von Objektschutzmaßnahmen. Es wird mit einer effektiven Scheitelabsenkung für den Bereich ab Wittenberge gerechnet. Durch die Polderflutung kann eine erhebliche Entlastung für die Ortslage Wittenberge sowie für die Orte Dömitz, Schnackenburg, Hitzacker, Boitzenburg bis nach Lauenburg in Schleswig-Holstein erreicht werden.

    Stand/weitere Schritte: Am 5. Oktober 2017 fand eine erste Informationsveranstaltung in Wittenberge vor Amtsvertretern statt. Daran an schloss sich die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie im I. Quartal 2018 an. Am 23. November 2019 fand unter Leitung des Ministeriums für Umwelt, Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft (MLUL) die 2. Informationsveranstaltung mit Kommunalvertretern und Vertretern der Städte Wittenberge und Bad Wilsnack im Rathaus Wittenberge statt. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und das vom LfU beauftragte Planungsbüro Scholz & Lewis mbH stellten erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden vier technisch umsetzbaren Poldervarianten mit ihren Auswirkungen auf die Kappung extremer Hochwasser untersucht. Grundsätzlich ist die Karthaneniederung demnach als Standort für einen Flutungspolder geeignet.

    Als nächste Schritte sind die Berechnung der Hydraulik, d. h. der Fließvorgänge und des Ablaufs bei Polderflutung für die Vorzugsvariante sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung vorgesehen. Im Anschluss ist zu prüfen, ob ein Raumordnungsverfahren durchzuführen ist. Nachfolgend ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu erarbeiten.

    Ausschnitt aus Machbarkeitsstudie
    ©

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Elbe
    Retentionsvolumen: bis zu 47 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Angesichts der schwierigen Situation während des Hochwassers 2013 wurde nach Möglichkeiten gesucht, einer potentiellen Gefährdungslage für Wittenberge durch extreme Wasserstände begegnen zu können.

    Die Karthaneniederung im Landkreis Prignitz wurde in den 1980er Jahren von dem natürlichen Flutungsregime der Elbe abgekoppelt. Ziel war eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten. Eine Erhöhung der Elbwasserstände bei mittleren bis seltenen Hochwasserereignissen wurde dabei in Kauf genommen.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Karthaneniederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (größer HW100), unter anderem durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie von Objektschutzmaßnahmen. Es wird mit einer effektiven Scheitelabsenkung für den Bereich ab Wittenberge gerechnet. Durch die Polderflutung kann eine erhebliche Entlastung für die Ortslage Wittenberge sowie für die Orte Dömitz, Schnackenburg, Hitzacker, Boitzenburg bis nach Lauenburg in Schleswig-Holstein erreicht werden.

    Stand/weitere Schritte: Am 5. Oktober 2017 fand eine erste Informationsveranstaltung in Wittenberge vor Amtsvertretern statt. Daran an schloss sich die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie im I. Quartal 2018 an. Am 23. November 2019 fand unter Leitung des Ministeriums für Umwelt, Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft (MLUL) die 2. Informationsveranstaltung mit Kommunalvertretern und Vertretern der Städte Wittenberge und Bad Wilsnack im Rathaus Wittenberge statt. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und das vom LfU beauftragte Planungsbüro Scholz & Lewis mbH stellten erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden vier technisch umsetzbaren Poldervarianten mit ihren Auswirkungen auf die Kappung extremer Hochwasser untersucht. Grundsätzlich ist die Karthaneniederung demnach als Standort für einen Flutungspolder geeignet.

    Als nächste Schritte sind die Berechnung der Hydraulik, d. h. der Fließvorgänge und des Ablaufs bei Polderflutung für die Vorzugsvariante sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung vorgesehen. Im Anschluss ist zu prüfen, ob ein Raumordnungsverfahren durchzuführen ist. Nachfolgend ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu erarbeiten.

  • 4 Optimierung der Nutzung der Havelpolder

    Schema Havelpolder Schema Havelpolder

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    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Havel
    Retentionsvolumen: zirka 283 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme der Länder Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg.

    Ausgangslage: Die Havelpolder gelten nachweislich als besonders wichtiger, leistungsfähiger und überregional wirksamer Retentionsraum für den unteren Elbelauf. Beim Hochwasser 2002 und 2013 wurden sie mit signifikanter Scheitelabsenkung und Entlastungswirkung für die Elbdeiche der Unterlieger geflutet.

    Inhalt/Ziel: Im Rahmen des Projekts sollen Optimierungsmöglichkeiten im Hinblick auf das Rückhaltepotenzial und die Steuerung der Havelpolder untersucht werden. Die Grundlage hierfür bildet ein zu erstellendes hydronumerisches 2D-Modell der Havel für den Bereich unterhalb von Rathenow (inklusive Havelpolder) bis zur Mündung in die Elbe. Weitere zentrale Projektinhalte bilden Analysen zum Ablauf des Hochwassers im Juni 2013 sowie die Überprüfung der Handlungsabläufe bei der Flutung der Havelniederung und der dortigen Polder beim Hochwasser 2013. Darüber hinaus sollen länderübergreifende Melde- und Informationsketten sowie dahingehende Zuständigkeiten überprüft und bei Bedarf optimiert werden.

    Zusammen mit der NHWSP-Maßnahme „Optimierung des Stauregimes Havel und Spree“ wird eine Verbesserung der Nutzung des gesamten Retentionsvolumens im Havelsystem mit etwa 320 Millionen Kubikmeter (einschließlich Havelpolder) erwartet.

    Stand/weitere Schritte: Der offizielle Startschuss zu diesem Verbundprojekt erfolgte am 1. November 2015. Voraussichtlicher Abschluss des Projekts ist im September 2019.

    Schema Havelpolder
    ©

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Havel
    Retentionsvolumen: zirka 283 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme der Länder Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg.

    Ausgangslage: Die Havelpolder gelten nachweislich als besonders wichtiger, leistungsfähiger und überregional wirksamer Retentionsraum für den unteren Elbelauf. Beim Hochwasser 2002 und 2013 wurden sie mit signifikanter Scheitelabsenkung und Entlastungswirkung für die Elbdeiche der Unterlieger geflutet.

    Inhalt/Ziel: Im Rahmen des Projekts sollen Optimierungsmöglichkeiten im Hinblick auf das Rückhaltepotenzial und die Steuerung der Havelpolder untersucht werden. Die Grundlage hierfür bildet ein zu erstellendes hydronumerisches 2D-Modell der Havel für den Bereich unterhalb von Rathenow (inklusive Havelpolder) bis zur Mündung in die Elbe. Weitere zentrale Projektinhalte bilden Analysen zum Ablauf des Hochwassers im Juni 2013 sowie die Überprüfung der Handlungsabläufe bei der Flutung der Havelniederung und der dortigen Polder beim Hochwasser 2013. Darüber hinaus sollen länderübergreifende Melde- und Informationsketten sowie dahingehende Zuständigkeiten überprüft und bei Bedarf optimiert werden.

    Zusammen mit der NHWSP-Maßnahme „Optimierung des Stauregimes Havel und Spree“ wird eine Verbesserung der Nutzung des gesamten Retentionsvolumens im Havelsystem mit etwa 320 Millionen Kubikmeter (einschließlich Havelpolder) erwartet.

    Stand/weitere Schritte: Der offizielle Startschuss zu diesem Verbundprojekt erfolgte am 1. November 2015. Voraussichtlicher Abschluss des Projekts ist im September 2019.

  • 5 Optimierung des Stauregimes Havel und Spree

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Havel, Spree
    Retentionsvolumen: cirka 37 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme der Länder Berlin und Brandenburg, die sich von Berlin über Potsdam bis Rathenow mit den Stauhaltungen Brandenburg/Havel, Bahnitz und Rathenow erstreckt.

    Ausgangslage: Während des Hochwassers 2013 wurde zur Entlastung der unteren Havel und der Havelpolder der Flussschlauch oberhalb von Rathenow einschließlich der angrenzenden Auengebiete sowie Teile der Spree als zusätzlicher Rückhalt genutzt. Hier wird Optimierungspotential gesehen.

    Inhalt/Ziel: Im Rahmen des Projekts sollen die Optimierungspotenziale des Stauregimes Havel und Spree untersucht werden. Das Projekt beinhaltet die Vermessung von Teilen der Havel, eine 2-D-Modellierung anhand verschiedener Flutungs- und Hochwasserszenarien sowie die Klärung länderübergreifender Melde- und Informationsketten und Zuständigkeiten. Die bestehenden Stauhaltungen sollen durch Optimierung des Betriebsregimes zum Rückhalt verbessert und die Havelpolder bei künftigen Hochwasserereignissen entlastet werden. Zusammen mit dem NHWSP-Maßnahme „Optimierung der Nutzung der Havelpolder“ wird eine Verbesserung der Nutzung des gesamten Retentionsvolumens im Havelsystem mit etwa 320 Mio. Kubikmeter (einschließlich Havelpolder) erwartet.

    Stand/weitere Schritte: Der offizielle Startschuss ist am 1. November 2015 erfolgt. Die Ergebnisse der Vermessung von Teilen der Havel einschließlich der Altarme und Nebengewässer und eine Schadenspotenzialanalyse für Berlin liegen vor.

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Havel, Spree
    Retentionsvolumen: cirka 37 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme der Länder Berlin und Brandenburg, die sich von Berlin über Potsdam bis Rathenow mit den Stauhaltungen Brandenburg/Havel, Bahnitz und Rathenow erstreckt.

    Ausgangslage: Während des Hochwassers 2013 wurde zur Entlastung der unteren Havel und der Havelpolder der Flussschlauch oberhalb von Rathenow einschließlich der angrenzenden Auengebiete sowie Teile der Spree als zusätzlicher Rückhalt genutzt. Hier wird Optimierungspotential gesehen.

    Inhalt/Ziel: Im Rahmen des Projekts sollen die Optimierungspotenziale des Stauregimes Havel und Spree untersucht werden. Das Projekt beinhaltet die Vermessung von Teilen der Havel, eine 2-D-Modellierung anhand verschiedener Flutungs- und Hochwasserszenarien sowie die Klärung länderübergreifender Melde- und Informationsketten und Zuständigkeiten. Die bestehenden Stauhaltungen sollen durch Optimierung des Betriebsregimes zum Rückhalt verbessert und die Havelpolder bei künftigen Hochwasserereignissen entlastet werden. Zusammen mit dem NHWSP-Maßnahme „Optimierung der Nutzung der Havelpolder“ wird eine Verbesserung der Nutzung des gesamten Retentionsvolumens im Havelsystem mit etwa 320 Mio. Kubikmeter (einschließlich Havelpolder) erwartet.

    Stand/weitere Schritte: Der offizielle Startschuss ist am 1. November 2015 erfolgt. Die Ergebnisse der Vermessung von Teilen der Havel einschließlich der Altarme und Nebengewässer und eine Schadenspotenzialanalyse für Berlin liegen vor.

  • 6 Flutungspolder Ziltendorfer Niederung

    Flussgebietseinheit: Oder
    Gewässer: Oder
    Retentionsvolumen: bis zu 70 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Die Reaktivierung der Ziltendorfer Niederung für den Hochwasserrückhalt ist im "Aktionsprogramm Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Oder" (IKSO, 2004) als eine der zwei "wichtigsten Investitionsmaßnahmen" Deutschlands an der Oder benannt. Gemäß Beschluss des Landtags Brandenburg ist die Nutzung von Teilen der Ziltendorfer Niederung für eine gesteuerte Flutung anzustreben (Drucksache 5/1582-B).

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Ziltendorfer Niederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) in der Oder, unter anderem durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie Objektschutzmaßnahmen. Es sind positive Effekte für die Stadtgebiete von Frankfurt (Oder) und insbesondere Slubice, für das südl. Oderbruch bis Kietz und auf polnischer Seite bis Küstrin (Warthemündung) zu erwarten.

    Stand/weitere Schritte: Zurzeit läuft eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche Nutzung von Teilen der Ziltendorfer Niederung als Flutungspolder. Diese bildet die Grundlage der Vorplanung mit Festlegung einer Vorzugsvariante. Parallel zum Planungsverfahren erfolgen eine Berechnung der Hydraulik bei Polderflutung (für die Vorzugsvariante) sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung. Im Anschluss der Vorplanung ist ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen.

    Flussgebietseinheit: Oder
    Gewässer: Oder
    Retentionsvolumen: bis zu 70 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Die Reaktivierung der Ziltendorfer Niederung für den Hochwasserrückhalt ist im "Aktionsprogramm Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Oder" (IKSO, 2004) als eine der zwei "wichtigsten Investitionsmaßnahmen" Deutschlands an der Oder benannt. Gemäß Beschluss des Landtags Brandenburg ist die Nutzung von Teilen der Ziltendorfer Niederung für eine gesteuerte Flutung anzustreben (Drucksache 5/1582-B).

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Ziltendorfer Niederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) in der Oder, unter anderem durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie Objektschutzmaßnahmen. Es sind positive Effekte für die Stadtgebiete von Frankfurt (Oder) und insbesondere Slubice, für das südl. Oderbruch bis Kietz und auf polnischer Seite bis Küstrin (Warthemündung) zu erwarten.

    Stand/weitere Schritte: Zurzeit läuft eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche Nutzung von Teilen der Ziltendorfer Niederung als Flutungspolder. Diese bildet die Grundlage der Vorplanung mit Festlegung einer Vorzugsvariante. Parallel zum Planungsverfahren erfolgen eine Berechnung der Hydraulik bei Polderflutung (für die Vorzugsvariante) sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung. Im Anschluss der Vorplanung ist ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen.

  • 7 Flutungspolder Neuzeller Niederung

    Oderhochwasser 2010 - Deichabschnitt Oderhochwasser 2010 - Deichabschnitt

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    Flussgebietseinheit: Oder
    Gewässer: Oder
    Retentionsvolumen: bis zu 43 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Die Reaktivierung der Neuzeller Niederung für den Hochwasserrückhalt ist im "Aktionsprogramm Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Oder" (IKSO, 2004) als eine der zwei "wichtigsten Investitionsmaßnahmen" Deutschlands an der Oder benannt. Der Landtag Brandenburg hat die Nutzung der Neuzeller Niederung als Flutungspolder beschlossen (Drucksache 5/1582-B).

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Neuzeller Niederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) der Oder, unter anderem durch Herstellung einer Öffnungsstelle sowie Objektschutzmaßnahmen. Es sind positive Effekte für die Stadtgebiete von Frankfurt (Oder) und insbesondere Slubice, die Ziltendorfer Niederung, für das südl. Oderbruch bis Kietz und auf polnischer Seite bis Küstrin (Warthemündung) zu erwarten.

    Stand/weitere Schritte: Die Vorplanung und die hydronumerische Berechnung der Polderwirkung auf die Unterlieger sind abgeschlossen. Zurzeit wird die Standsicherheit des Bahndamms am rückwärtigen Rand der Niederung bei möglichen Flutungsszenarien untersucht. In einem nächsten Schritt soll eine Nullstudie zur Bodenbelastung beauftragt werden. Es ist ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen.
     

    Oderhochwasser 2010 - Deichabschnitt
    ©

    Flussgebietseinheit: Oder
    Gewässer: Oder
    Retentionsvolumen: bis zu 43 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Die Reaktivierung der Neuzeller Niederung für den Hochwasserrückhalt ist im "Aktionsprogramm Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Oder" (IKSO, 2004) als eine der zwei "wichtigsten Investitionsmaßnahmen" Deutschlands an der Oder benannt. Der Landtag Brandenburg hat die Nutzung der Neuzeller Niederung als Flutungspolder beschlossen (Drucksache 5/1582-B).

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Neuzeller Niederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (> HW100) der Oder, unter anderem durch Herstellung einer Öffnungsstelle sowie Objektschutzmaßnahmen. Es sind positive Effekte für die Stadtgebiete von Frankfurt (Oder) und insbesondere Slubice, die Ziltendorfer Niederung, für das südl. Oderbruch bis Kietz und auf polnischer Seite bis Küstrin (Warthemündung) zu erwarten.

    Stand/weitere Schritte: Die Vorplanung und die hydronumerische Berechnung der Polderwirkung auf die Unterlieger sind abgeschlossen. Zurzeit wird die Standsicherheit des Bahndamms am rückwärtigen Rand der Niederung bei möglichen Flutungsszenarien untersucht. In einem nächsten Schritt soll eine Nullstudie zur Bodenbelastung beauftragt werden. Es ist ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen.
     

  • 8 Deichrückverlegungen Schwarze Elster (zwischen Schwarzheide und Herzberg)

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Schwarze Elster
    Maximal nutzbare Rückhaltefläche (gemäß Regionaler Maßnahmenplanung): zirka 14.000 Hektar
    Maßnahmenkategorie: Deichrückverlegung (DRV)

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme mit der geplanten Deichrückverlegung an der Schwarzen Elster in Sachsen-Anhalt.

    Ausgangslage: Die Schwarze Elster ist ein extrem stark verbautes, dass heißtbegradigtes und eingedeichtes Fließgewässer. Der Fluss hat 98 Prozent des natürlichen Retentionsraumes verloren. Während der letzten Hochwasser in den Jahren 2002, 2006, 2010/11 und 2013 konnten die Deiche nur mit erheblichem Aufwand verteidigt werden.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt beinhaltet unter anderem den Bau von Ring- bzw. Flügeldeichen um die Ortschaften sowie die Schlitzung bestehender Deichanlagen außerhalb von Ortslagen. Diese Maßnahmen sind sowohl überregional als auch lokal wirksam.

    Stand/weitere Schritte: Im Rahmen der regionalen Maßnahmenplanung wurden mögliche Retentionsräume  identifiziert. Zum Nachweis der quantitativen Wirksamkeit der Retentionsräume ist eine hydraulische Modellierung durchzuführen. Das erste Projekt „Deichrückverlegung im Bereich Bad Liebenwerda“ befindet sich aktuell in der Vorplanung. Weitere Schritte sind die Ableitung der wirksamsten Retentionsräume an der Schwarzen Elster und die Durchführung weiterer Planfeststellungsverfahren.

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Schwarze Elster
    Maximal nutzbare Rückhaltefläche (gemäß Regionaler Maßnahmenplanung): zirka 14.000 Hektar
    Maßnahmenkategorie: Deichrückverlegung (DRV)

    Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Verbundmaßnahme mit der geplanten Deichrückverlegung an der Schwarzen Elster in Sachsen-Anhalt.

    Ausgangslage: Die Schwarze Elster ist ein extrem stark verbautes, dass heißtbegradigtes und eingedeichtes Fließgewässer. Der Fluss hat 98 Prozent des natürlichen Retentionsraumes verloren. Während der letzten Hochwasser in den Jahren 2002, 2006, 2010/11 und 2013 konnten die Deiche nur mit erheblichem Aufwand verteidigt werden.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt beinhaltet unter anderem den Bau von Ring- bzw. Flügeldeichen um die Ortschaften sowie die Schlitzung bestehender Deichanlagen außerhalb von Ortslagen. Diese Maßnahmen sind sowohl überregional als auch lokal wirksam.

    Stand/weitere Schritte: Im Rahmen der regionalen Maßnahmenplanung wurden mögliche Retentionsräume  identifiziert. Zum Nachweis der quantitativen Wirksamkeit der Retentionsräume ist eine hydraulische Modellierung durchzuführen. Das erste Projekt „Deichrückverlegung im Bereich Bad Liebenwerda“ befindet sich aktuell in der Vorplanung. Weitere Schritte sind die Ableitung der wirksamsten Retentionsräume an der Schwarzen Elster und die Durchführung weiterer Planfeststellungsverfahren.

  • 9 Nutzung Tagebaurestseen Schwarze Elster (zwischen Hoyerswerda (SN) und Senftenberg (BB))

    Tagebauseen: Blunoer Südsee - Restloch Nordschlauch. Tagebauseen: Blunoer Südsee - Restloch Nordschlauch

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    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Schwarze Elster
    Rückhaltevolumen: cirka 25 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Mit den im Grenzbereich zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Land Brandenburg gelegenen Tagebaurestseen sind Möglichkeiten zur Hochwasservorsorge durch Überleitung und Zwischenspeicherung von Hochwasserscheiteln vorhanden, deren dauerhafte Nutzung für den Hochwasserrückhalt bisher nur untergeordnet betrachtet wurde.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst eine Veränderung der Bewirtschaftung zum Hochwasserrückhalt und bauliche Anpassungen bestehender wasserwirtschaftlicher Anlagen. Die länderübergreifende, überregionale Wirksamkeit ist insofern gegeben, als dass Wasser auf sächsischer Seite mit positiver Wirkung für die Unterlieger, insb. das Land Brandenburg, zurückgehalten wird.

    Stand/weitere Schritte: Eine vorliegende Studie bescheinigt den Tagebaurestseen ein Potenzial für den Hochwasserrückhalt. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden mögliche Maßnahmen und Kostenumfänge herausgearbeitet. In einem nächsten Schritt ist die Machbarkeitsstudie unter Mitwirkung der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) im Hinblick auf die geohydraulischen Verhältnisse, die Einhaltung der Anforderungen an die Niedrigwasseraufhöhung sowie gütewirtschaftliche Auswirkungen weiter zu unterlegen. Danach kann die konkrete quantitative Festlegung des Hochwasserrückhalts für die Schwarze Elster erfolgen. Im Anschluss sind Planfeststellungsverfahren durchzuführen.

    Tagebauseen: Blunoer Südsee - Restloch Nordschlauch
    © Fugro Consult GmbH

    Flussgebietseinheit: Elbe
    Gewässer: Schwarze Elster
    Rückhaltevolumen: cirka 25 Millionen Kubikmeter
    Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt

    Ausgangslage: Mit den im Grenzbereich zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Land Brandenburg gelegenen Tagebaurestseen sind Möglichkeiten zur Hochwasservorsorge durch Überleitung und Zwischenspeicherung von Hochwasserscheiteln vorhanden, deren dauerhafte Nutzung für den Hochwasserrückhalt bisher nur untergeordnet betrachtet wurde.

    Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst eine Veränderung der Bewirtschaftung zum Hochwasserrückhalt und bauliche Anpassungen bestehender wasserwirtschaftlicher Anlagen. Die länderübergreifende, überregionale Wirksamkeit ist insofern gegeben, als dass Wasser auf sächsischer Seite mit positiver Wirkung für die Unterlieger, insb. das Land Brandenburg, zurückgehalten wird.

    Stand/weitere Schritte: Eine vorliegende Studie bescheinigt den Tagebaurestseen ein Potenzial für den Hochwasserrückhalt. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden mögliche Maßnahmen und Kostenumfänge herausgearbeitet. In einem nächsten Schritt ist die Machbarkeitsstudie unter Mitwirkung der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) im Hinblick auf die geohydraulischen Verhältnisse, die Einhaltung der Anforderungen an die Niedrigwasseraufhöhung sowie gütewirtschaftliche Auswirkungen weiter zu unterlegen. Danach kann die konkrete quantitative Festlegung des Hochwasserrückhalts für die Schwarze Elster erfolgen. Im Anschluss sind Planfeststellungsverfahren durchzuführen.

Am 26. März 2019 wurde von der Landesregierung die Entschädigungsregelung des MLUL bei der Errichtung und Flutung von Flutungspoldern und bei Deichrückverlegungen im Rahmen des NHWSP beschlossen.

Weiterführende Informationen

Am 26. März 2019 wurde von der Landesregierung die Entschädigungsregelung des MLUL bei der Errichtung und Flutung von Flutungspoldern und bei Deichrückverlegungen im Rahmen des NHWSP beschlossen.

Weiterführende Informationen

Wasser
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Wasser

Kontakt

Abteilung 2 - Wasser und Bodenschutz
Abteilung:
Referat 24
Ansprechpartner:
Anke Herrmann
E-Mail:
anke.herrmann@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7851
Wasser
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Wasser

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Anke Herrmann
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Telefon:
+49 331 866-7851

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Abteilung 2 - Wasser und Bodenschutz
Abteilung:
Referat 24
Ansprechpartner:
Simone Wortha
E-Mail:
ref.24@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7854