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Potenzialstudie zur dauerhaften Nutzung von Tagebauseen

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Einlauf des Sornoer Kanals in den Sedlitzer See. Einlauf des Sornoer Kanals in den Sedlitzer See

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Potenzialstudie zur dauerhaften Nutzung von Tagebauseen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster für eine verbesserte Hochwasservorsorge und -bewältigung

Für die Regionen Ostbayern, Österreich, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Polen, Sachsen und zum Teil Brandenburg ist für die letzten Jahrzehnte der Trend zu einer deutlichen Zunahme besonders hochwasserträchtiger Wetterlagen erkennbar. Davon zeugen nicht nur die verheerenden Hochwasserereignisse an Oder (1997, 2010/11) und Elbe (2002, 2006, 2011), sondern auch solche an kleineren Flüssen, was insbesondere die Hochwasser 2010/11 an Schwarzer Elster, Spree und Neiße zeigten.

Als ein Fazit der abgelaufenen Ereignisse gilt es, die Hochwasservorsorge und -bewältigung in den Flusseinzugsgebieten und entlang der betroffenen Flüsse zu verbessern. Hierein spielt neben der Rückgewinnung natürlicher Überschwemmungsgebiete auch die dauerhafte Erschließung von Potenzialen wie die Nutzung der Lausitzer Tagebauseen zum Hochwasserrückhalt im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster.

Auf der 75. Umweltministerkonferenz (UMK) im November 2010 in Dresden wurde per Beschluss die Unterstützung der Bundesregierung "bei der Erschließung von Retentionsräumen insbesondere unter Einbeziehung der Tagebaurestseen im Einzugsgebiet der Elbe und der Oder" erbeten.

Im Rahmen einer vom Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (das jetzige Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft) in Auftrag gegebenen Studie wurden unlängst die grundlegenden Möglichkeiten der Einbindung von (in Sachsen und Brandenburg gelegenen) Lausitzer Tagebauseen im Einzugsgebiet der Spree oberhalb von Cottbus und der Schwarzen Elster zur Kappung von Hochwasserspitzen untersucht. Im Ergebnis lassen sich für die hier entstehenden Tagebauseen erhebliche Potenziale feststellen. Besonders große Volumina stehen theoretisch in der "Erweiterten Restlochkette" (Schwarze Elster) und dem Bärwalder See sowie dem Speichersystem Lohsa II (beide Spreeeinzugsgebiet) zur Verfügung.

Eine Nutzung der Tagebauseen für den Hochwasserrückhalt muss mit den angestrebten Nutzungs- und Bewirtschaftungszielen vereinbar und bundeslandübergreifend abgestimmt sein. Im Hinblick auf eine effektive Retentionswirkung bedarf es einer vertiefenden Betrachtung der Zu- und Ablaufkapazitäten sowie einer Anpassung der vorhandenen Zu- und Ableitungsbauwerke. Die Erschließung der ermittelten Rückhaltekapazitäten ist daher im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementplanung durch vertiefende Machbarkeitsuntersuchungen ergebnisoffen zu überprüfen.

Die Studie entstand unter Einbeziehung von Vertretern der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL), des Freistaates Sachsen sowie des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg (LBGR) und wurde mit den Beteiligten abgestimmt.

Weiterführende Informationen

Einlauf des Sornoer Kanals in den Sedlitzer See
© BTU Cottbus

Potenzialstudie zur dauerhaften Nutzung von Tagebauseen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster für eine verbesserte Hochwasservorsorge und -bewältigung

Für die Regionen Ostbayern, Österreich, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Polen, Sachsen und zum Teil Brandenburg ist für die letzten Jahrzehnte der Trend zu einer deutlichen Zunahme besonders hochwasserträchtiger Wetterlagen erkennbar. Davon zeugen nicht nur die verheerenden Hochwasserereignisse an Oder (1997, 2010/11) und Elbe (2002, 2006, 2011), sondern auch solche an kleineren Flüssen, was insbesondere die Hochwasser 2010/11 an Schwarzer Elster, Spree und Neiße zeigten.

Als ein Fazit der abgelaufenen Ereignisse gilt es, die Hochwasservorsorge und -bewältigung in den Flusseinzugsgebieten und entlang der betroffenen Flüsse zu verbessern. Hierein spielt neben der Rückgewinnung natürlicher Überschwemmungsgebiete auch die dauerhafte Erschließung von Potenzialen wie die Nutzung der Lausitzer Tagebauseen zum Hochwasserrückhalt im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster.

Auf der 75. Umweltministerkonferenz (UMK) im November 2010 in Dresden wurde per Beschluss die Unterstützung der Bundesregierung "bei der Erschließung von Retentionsräumen insbesondere unter Einbeziehung der Tagebaurestseen im Einzugsgebiet der Elbe und der Oder" erbeten.

Im Rahmen einer vom Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (das jetzige Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft) in Auftrag gegebenen Studie wurden unlängst die grundlegenden Möglichkeiten der Einbindung von (in Sachsen und Brandenburg gelegenen) Lausitzer Tagebauseen im Einzugsgebiet der Spree oberhalb von Cottbus und der Schwarzen Elster zur Kappung von Hochwasserspitzen untersucht. Im Ergebnis lassen sich für die hier entstehenden Tagebauseen erhebliche Potenziale feststellen. Besonders große Volumina stehen theoretisch in der "Erweiterten Restlochkette" (Schwarze Elster) und dem Bärwalder See sowie dem Speichersystem Lohsa II (beide Spreeeinzugsgebiet) zur Verfügung.

Eine Nutzung der Tagebauseen für den Hochwasserrückhalt muss mit den angestrebten Nutzungs- und Bewirtschaftungszielen vereinbar und bundeslandübergreifend abgestimmt sein. Im Hinblick auf eine effektive Retentionswirkung bedarf es einer vertiefenden Betrachtung der Zu- und Ablaufkapazitäten sowie einer Anpassung der vorhandenen Zu- und Ableitungsbauwerke. Die Erschließung der ermittelten Rückhaltekapazitäten ist daher im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementplanung durch vertiefende Machbarkeitsuntersuchungen ergebnisoffen zu überprüfen.

Die Studie entstand unter Einbeziehung von Vertretern der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL), des Freistaates Sachsen sowie des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg (LBGR) und wurde mit den Beteiligten abgestimmt.

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Wasser
 
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Kontakt

Abteilung 2 - Wasser und Bodenschutz
Abteilung:
Referat 24
Ansprechpartner:
Anke Herrmann
E-Mail:
anke.herrmann@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7851