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Ernährungsnotfallvorsorge

"Im Fall der Fälle"

Getreidesäcke Neues Fenster: Bild - Ernährungsnotfallvorsorge (2) - vergrößern © MLUL

Ziel der Ernährungsvorsorge und der Ernährungssicherstellung ist es insbesondere, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln in politisch- militärischen Krisen sowie bei Natur- und Umweltkatastrophen zu gewährleisten. Neben der staatlichen Ernährungsvorsorge bedarf es einer ergänzenden privaten Ernährungsvorsorge.

Staatliche Vorsorge

Um eine funktionierende Ernährungsvorsorge abzusichern bedarf es der gemeinsamen Anstrengung und Unterstützung aller Verantwortlichen in Bund, Ländern, Landkreisen und kreisfreien Städten. Hierfür hat der Bundesgesetzgeber Vorsorge in einer Vielzahl von Rechtsvorschriften getroffen. Diese Rechtsvorschriften schaffen Klarheit in Krisenfällen und bei Naturkatastrophen.

Konserven auf Regal © MLULDie wichtigsten Rechtsgrundlagen hat die Bundesregierung für den Fall einer Versorgungskrise im neuen Ernährungssicherstellungs- und -vorsorgegesetz (ESVG) vom 11. April 2017 geregelt. Die staatliche Ernährungsvorsorge trägt dazu bei, kurzfristig Versorgungsengpässe in Krisensituationen zu überbrücken. Sie bedarf jedoch einer ergänzenden privaten Ernährungsvorsorge.

Private Vorsorge

Grundsätzlich sollte jeder Bürger einen gewissen Nahrungsvorrat für 10 Tage im Haushalt haben, der sich aus folgenden Lebensmittel zusammenstellt:

  • Frischprodukte (Obst, Gemüse, Milchprodukte)
  • Trockenvorräte und Konserven (Kaffee, Tee, Zucker, Honig, Marmelade, Senf, Essig, Salz, Gewürze, Gemüse- und Obstkonserven)
  • Fertiggerichte (Suppen, Nudelgerichte)
  • Tiefkühlware (Brot, Fleisch, Geflügel, Fisch etc.)
  • Getränke (Mineralwasser, Fruchtsaft, H-Milch etc.)

Auch Zündhölzer, Feuerzeug, Kerzen und ein Spritus- oder Gaskocher können von Vorteil sein, wenn einmal der Strom ausfällt. Außerdem sollte ein kleiner Wasserkanister, der bei Bedarf noch mit Wasser gefüllt werden kann, im Haushalt vorhanden sein.

Filmprojekt

Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Oecotrophologie an der FH
Münster entstand für das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg dieser Film zum Thema Ernährungsnotfallvorsorge.
Es soll auf positive Weise auf das sonst oft mit Katastrophenszenarien
assoziierte Thema aufmerksam gemacht werden. Produziert wurde der Film
von Ilka Froböse, Julia Smyczek und Bastian Poppen im Jahre 2014.

Externe Links

Vorratsregal © MLUL

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft


Kontakt

Referat 31 - Grundsatzfragen der ländlichen Entwicklung und Landwirtschaft; Rechtsangelegenheiten
Barbara Guhl
E-Mail an Barbara Guhl
Tel.: 0331-866-7617
Fax.: 0331-27548-7617